Managementsystem

Sicher Beschaffen gesicherte Produkt-Qualität, Vermeidung von Reputations-Risiken workfashion.com ag zertifiziert mit SA 8000.

workfashion.com ag hat sein Management-System komplettiert. Neben den internationalen Standards ISO 9001 (Prozesse) ISO 14001 (Umwelt) konnte die Firma am 2.7.07 von der SGS auch das Zertifikat für SA 8000 (Soziale Verantwortung) entgegennehmen.



Sozial produzieren und Reputationsrisiken vermeiden

Der Berufskleidungsspezialist workfashion.com ag neu mit SA 8000 zertifiziert

Als eines von bisher wenigen Schweizer Unternehmen konnte die workfashion.com ag in Hagendorn/Cham von der Société de Surveillance (SGS) das Zertifikat 8000 (Soziale Verantwortung) entgegennehmen. Für den führenden Berufskleidungshersteller heisst das: sicher beschaffen, sozial produzieren und für sich und seine Kunden Reputationsrisiken vermeiden.

Nicht nur auf internationale Unternehmen hat die Globalisierung grossen Einfluss, auch KMU wie die workfashion.com im Kanton Zug spielen heute auf anderen Kontinenten mit. workfashion.com entwirft, entwickelt, beschafft und bewirtschaftet Arbeitskleidung. Produziert wird nicht selbst, mit der Fertigung werden Partnerwerke z.B. in China, Indien und Osteuropa beauftragt. Diese Fabrikationsstätten werden von workfashion Technikern geschult und überwacht, und zwar mit Hilfe eines umfassenden Management-Systems. Dieses basiert auf den internationalen Standards ISO 9001 (Prozesse), ISO 14001 (Umwelt) und neu nun auch SA 8000 (Soziale Verantwortung).

Die SA 8000-Zertifizierung konnte das Unternehmen als erstes seiner Branche dieser Tage entgegennehmen. Das Management der workfashion.com ag ist sich sehr bewusst, dass Fabriken im Ausland, neue Märkte und fremde Gesetze Herausforderungen sind, die Risiken bergen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Was, wenn ein Zulieferer in China seine Mitarbeiter wie Sklaven behandelt oder ein Produzent in Indien Kinder beschäftigt? «Wenn so etwas publik wird, wird der Name des Unternehmens unwiederbringlich beschmutzt», erklärt Bruno Sutter. Migros, SBB, Coop, Zürcher Kantonspolizei, Rega, TCS, Securitas, Basler Verkehrsbetriebe, Media Markt und andere gehörten nebst vielen andern zu den Unternehmen, die die Kleidung für ihre Mitarbeiter bei ihnen kauften, sagt Sutter, alles Unternehmen, die sich keine negativen Schlagzeilen leisten wollen.

Damit das auch so bleibt, unterwirft sich workfashion.com neu strengen Kriterien, wenn es um den Einkauf der Ware oder den Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden geht. «Nicht nur in Indien und China gibt es Verstösse gegen unsere Kriterien», betont Herbert Ammann von der Zertifizierungsfirma SGS. «In jedem Unternehmen, das wir in der Schweiz geprüft haben, finden wir Schwachstellen. Gleicher Lohn für Mann und Frau, korrekte Abrechnung von Überzeit und dergleichen sind gelegentlich auch in der Schweiz ein Thema.»

Die SGS hat mit einem Drittel der workfashion.com Mitarbeiter Interviews geführt, die Lieferanten im Ausland überprüft und Arbeitsprozesse analysiert. Rund 35 000 Franken hat die Erstzertifizierung gekostet und die laufenden Prüfungen der kommenden Jahre werden zusätzliche Kosten verursachen. «Doch das Geld ist gut angelegt», betont Sutter. «Unsere Kunden stellen immer höhere Ansprüche, wenn es um die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern geht und sind in keiner Weise mehr bereit, ihr gutes Image aus Spiel zu setzen.»

SA8000 - Detail Info.pdf